Krebsstudie der WHO belegt: Diesel-Abgase erzeugen Krebs

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Eine im Juni veröffentliche und im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellte Studie  kommt zu dem Ergebnis, dass Dieselabgase noch gefährlicher sind, als bisher angenommen wurde. Die krebserregende Wirkung gilt nun als eindeutig bewiesen. Entsprechend fordert die WHO endlich Maßnahmen zur Reduzierung von Partikelemissionen zu ergreifen. Die Ablehnung von Industrievertretern und Autolobbyisten gegen ambitionierte Grenzwerte erweist sich mit Blick auf die Ergebnisse der Studie als gefährliches Spiel. Auch die schleppende Einführung von Umweltzonen ist vor diesem Hintergrund schlicht unverantwortlich. „Die WHO-Studie sollte jetzt Städte, die in punkto Umweltzone noch immer zögern, dazu bewegen auf grün zu schalten und wirkungsvolle Umweltzonen nach dem Beispiel von Berlin oder Hannover einzurichten. Darüber hinaus müssen Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter  dringend nachgerüstet werden, die Förderung der Nachrüstung – von zurzeit 330 Euro – muss somit weitergeführt werden“, fordert Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Laut Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist nach heutigem Stand noch Geld für etwas mehr als 18.000 Fahrzeuge vorhanden, in zwei bis drei Monaten sind die bis heute bewilligten Fördermittel verbraucht. Zwar ist der Straßenverkehr immer noch der Hauptemittent krebserzeugender Rußpartikel. Aber auch Baumaschinen, Diesel-Lokomotiven und Schiffe müssen endlich mit Partikelfiltern ausgestattet werden. Lokal sind deren Emissionen schon heute höher als aus Lkw und Pkw.


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