Gleich drei putzige Seelöwenbabies entdecken

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Aller guten Dinge sind drei: Im Juni 2012 kamen gleich drei Seelöwen in der Stuttgarter Wilhelma zur Welt. Die drei Kleinen sind durchweg Mädchen und wurden von den Pflegern Jea, Nele und Rija getauft. Richtig putzig!

Glich drei Seelöwenbabies sind in der Stuttgarter Wilhelma zu bestaunen

Die Milch der Seelöwen ist sehr fetthaltig. Dadurch verdoppeln die Jung­tiere ihr Gewicht im ersten Monat.(c) Wilhelma, Stuttgart

Bei Seelöwen genießen die Jungtiere etwa eine Woche lang ein mütterliches Rundumsorglospaket, um die Mutter-Kind-Bindung zu festigen. Danach bilden die Jungtiere Cliquen und sind meist unter sich – die Mütter schauen nur noch hin und wieder zum Säugen vorbei. Das ist nun aber nicht etwa als Verhalten à la „Rabenmutter“ zu verstehen, sondern bei Robben üblich. Mit gutem Grund: Die Mütter müssen jede Menge nahrhafte, fette Milch produzieren – und dafür darf das eigene leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Um genug Fisch zu erbeuten, sind im Meer lange, anstrengende Jagdausflüge nötig. In der Wilhelma ist es einfacher: Hier müssen die Damen samt Unesco nur zweimal eine Viertelstunde bei den Schaufütterungen „arbeiten“, um sich ihren täglichen Fisch zu verdienen: Springen, Singen, Hering Stibitzen und aus dem Wasser Schnellen stehen unter anderem auf dem Show-Programm. Dabei baut der Seelöwentrainer nur Verhaltensweisen spielerisch ein, die ohnehin zum Repertoire der cleveren, aufgeweckten Robben gehören.

Drei Seelöwenbabies in der Stuttgarter Wilhelma

Die drei jungen Seelöwen bilden schon kurz nach der Geburt eine Kindergarten­gruppe. (c) Wilhelma, Stuttgart

Derweil liegt der Nachwuchs auf der faulen Haut, aalt sich beim Sonnenbad auf dem Aussichtsfelsen,  planscht ein wenig im stets 15 Grad kühlen Cannstatter Mineralwasser oder kabbelt ein wenig miteinander. Sollen sie doch nebenan spritzen, springen und singen, soviel sie wollen. Hauptsache die Mütter vergessen nicht, nach der eigenen Schlemmerei die nächste Milchmahlzeit abzuliefern. Die ist schließlich die beste Garantie, dass die Seelöwenkinder ihr Geburtsgewicht von sechs bis acht Kilogramm in nur einem Monat verdoppeln können, rund und mollig werden. Bei Robben ist ein guter Speckgürtel überlebenswichtig: als Schutz vor kaltem Wasser und als Fettpolster für Fastenzeiten. In der Natur müssen die Jungtiere nach sechs bis acht Monaten ganz ohne Lehrmeister die Kunst des Fischfangs erlernen. In der Wilhelma dagegen bringen die Pfleger den kleinen Robben bei, statt Muttermilch Hering und Makrele anzunehmen. Ein knappes Jahr bleiben die Kleinen hier, dann ziehen sie in andere Zoos um. Ein „Mädchenüberschuss“ entpuppt sich dabei als Vorteil: Da bei Seelöwen immer ein Bulle und mehrere Damen in einer Haremsgruppe leben, sind Weibchen naturgemäß gefragter.

 


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