In der EU dürfen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel produziert werden, dennoch essen wir sie. Die Gentechnik-Produkte werden im Ausland gefertigt und werden dann hier verkauft!
Laut einer WW-Studie muss der Verbraucher bei herkömmlichem Schweine- und Hühnerfleisch davon ausgehen, dass die Tiere mit genetisch veränderter Soja gefüttert wurden. Der WWF schätzt, dass über 80 Prozent der Soja-Importe für Deutschland gentechnisch veränderte Bohnen sind, obwohl der Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel in der EU sogar verboten ist.
Gentechnisch veränderte Produkte sind nicht zu erkennen, weil es in der EU keine Kennzeichnungspflicht gibt ©Thinkstock
Lebensmittel von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden, sind in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig. Der Verbraucher kann sich also nicht wehren, darum fordert der WWF eine Kennzeichnungspflicht, um dem Verbraucher die Wahl zu geben zwischen natürlichen und gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Denn auch durch tierische Produkte wie etwa Eier oder Käse essen wir gentechnisch Verändertes.
Der WWF fordert Unternehmen auf gentechnikfreies Soja oder Bio-Soja als Futtermittel zu verwenden oder durch andere Futtermittel zu ersetzten. Der WWF entkräftet auch den Vorwand, dass nicht genug gentechnikfreies Soja verfügbar wäre, weil der Markt sich der geänderten Nachfrage schnell anpassen würde und die Sojabauern wieder auf natürliches Soja umsteigen würden.
Foto: Thinkstock/Text: Marie A. Wagner

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