Früher eher spöttisch oder schon verächtlich als Bezeichnung für ökologisch denkende Menschen genutzt, ist «Öko» heut Symbol und Synonym für ein Umdenken und einen neuen Lebens- und Konsumstil geworden. Aus dem Randgruppenbegriff ist ein umgangssprachliches Siegel geworden.

Vom Schimpfwort zum Lifestyle

Als die Umweltbewegung vor etwa 40 Jahren begann, galt sie als Kuriosum, als nicht ernstzunehmende Randgruppe, die vom Rest der Welt belächelt oder verachtet wurde. Schnell kam der Begriff «Öko» auf, der in den Anfangszeiten häufig als Schimpfwort verwendet wurde. Man war sehr schnell ein Öko oder gar noch schlimmer ein «Müslifresser», wenn man von den geltenden Regeln und Werten abwich. Häufig politisch denkend und engagiert, wurden die umweltbewussten Menschen in dieser Zeit nicht besonders ernst genommen. Heute ist der «Öko» längst gesellschaftsfähig geworden und lebt einen Lifestyle, der «in» ist. Die neuen Ökos, die nicht nur auf ökologisch erzeugte Produkte, sondern auch auf alle anderen Bereiche der Nachhaltigkeit achten, werden im modernen Sprachgebrauch auch als LOHAS bezeichnet. Die amerikanische Abkürzung bedeutet übersetzt «Lebensstile für Gesundheit und Nachhaltigkeit».

Öko als Symbol

Die Wurzel der Abkürzung liegt im Fachbegriff Ökologie, der als Wissenschaftsbereich alles umfasst, was mit Umwelt und Natur zu tun hat. Die noch junge Wissenschaft entwickelte sich aus der Biologie heraus und ist heute untrennbar mit der Nachhaltigkeit verknüpft. Öko steht nicht nur für eine Personengruppe, sondern ist gleichzweitig eine Wortmarke für alles, was mit biologischem Anbau, Nachhaltigkeit und Umwelt- und Naturschutz zu tun hat. Das Getreide stammt vom Ökobauern, wir beziehen den Strom vom Ökoanbieter und kaufen Öko Kleidung. Leicht vergessen wird, dass es nicht ausreicht, wenn ein Produkt lediglich ökologisch produziert wurde. Auch die anderen Aspekte der Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökonomie und Soziales müssen mitberücksichtigt werden, damit der ökologische Einkauf zum nachhaltigen Konsum wird und etwas bewirkt.

Quellen: www.wikipedia.org, www.freitag.de, Text: Alexandra Wagner


Das könnte Sie auch interessieren

  • Mit ökologischen Baustoffen zum eigenen Haus

    Mit ökologischen Baustoffen zum eigenen Haus
    Bereits beim Hausbau kann der Grundstein für ein nachhaltiges Leben gelegt werden. Denn wer biologisch-natürliche Baustoffe wählt, leistet einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Gleichzeitig schafft sich der Hausbesitzer mit Baustoffen wie Lehm oder Stroh ein Haus mit unvergleichlichem Raumklima. Weiterlesen

  • Im Haushalt umweltfreundlich und kostengünstig putzen

    Im Haushalt umweltfreundlich und kostengünstig putzen
    Millionen Tonnen von Reinigungs- und Waschmittel laufen jährlich Deutschlands Abflüsse hinunter. Dabei ist so viel Schädliches gar nicht nötig. Hier die Tipps aus Omas Trickkiste. Weiterlesen

  • Der Bio-Garten: Einige Tipps für das nachhaltige Gärtnern

    Der Bio-Garten: Einige Tipps für das nachhaltige Gärtnern
    Die Natur hat ihre Regeln und Gesetze. Danach funktioniert sie, dann grünt und blüht es überall. Das nennen wir heute nachhaltig Gärtnern. Zwar kannte die Großmutter diesen Begriff nicht, aber sie beherrschte die auch heute gültigen Regeln der Gartenkunst. Sie hatte den chemiefreien Grünen Daumen. Weiterlesen

Newsletter

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann abonnieren Sie doch unseren nachhaltigleben-Newsletter. Jede Woche weitere nützliche Artikel, Tipps und Veranstaltungshinweise

Einen Kommentar schreiben

Name:
E-Mail:
Kommentar:
Sicherheitscode: Sicherheitscode
Bild neu laden


Geben Sie die sichtbaren Zeichen ein
 

nach oben

Es ist wieder Spargelzeit

Endlich
Es ist wieder Spargelzeit

Von Ende April bis zum 24. Juni ist Spargelsaison. Daher bleibt nicht mehr viel Zeit, um das leckere Gemüse frisch zu genießen. Damit Ihnen der Spargel nicht eintönig wird, stellen wir hier für Sie in den kommenden Tagen tolle Rezepte mit Stängelgemüse zusammen. Weiterlesen

unterstützt von

  • Naturenergieplus
  • BUND

 

 

       

in Kooperation mit

  • Umweltbundesamt
  • Deutscher Naturschutzring
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
  • Forum Nachhaltiger Geldanlagen