Jeder  kennt sie oder wird von ihr geplagt: die Angst. Ob vor dem Fliegen oder vor Spinnen – irgendeine Furcht quält wohl jeden Menschen. Im schlimmsten Fall kann eine Phobie daraus werden. Nachhaltigleben erklärt Ihnen an zwei Beispielen, wie Sie mit Angstzuständen am besten umgehen

 
Flugangst
 
Frau hat Angst ©Ingram Publishing

Ängste sind ein Problem, das man behandeln kann ©Thinkstock/ Ingram Publishing

Sommerzeit, Reisezeit. Viele Menschen ertragen stundenlange Autofahrten, ehe sie sich ins Flugzeug setzen. Denn: Sie leiden unter Flugangst. 
 
Die Symptome: 
Die Angst wird durch negative Gedanken übersteigert. Eine realistische Einschätzung der Situation ist nicht mehr möglich. Da hilft kein gutes Zureden mehr. Körperliche Anzeichen: Schweißausbrüche, Zittern, Schwindel, Magenprobleme.
 
Die Angstbewältigung: 
Wer aus lauter Angst nicht ins Flugzeug steigt, riskiert, dass sich die Phobie festigt. Denn häufiges Fliegen ist das beste Mittel, um die Angst abzubauen.
 
 
Achtung:
Wer Tabletten oder Alkohol zur Beruhigung einnimmt, bekämpft damit vorübergehend nur die Symptome, aber nicht die Ursache. 
Besser ist es, sich mit systematischen Muskelentspannungsübungen vor und während des Fluges abzulenken. Die können Sie in einem Seminar für entspanntes Fliegen, wie es z. B. die Lufthansa anbietet, lernen.
 
Zwei Tage kosten ca. 790 Euro. Programmpunkte sind u. a. gedankliche Selbstkontrolle, Vertrauensübungen oder technische Informationen. Mehr unter der Telefonnummer 089/391739 oder im Internet unter www.flug-angst.de oder www.flug-psychologie.de.
 
 
Angst vor Menschen
 
Große Menschenmengen machen Ihnen Angst, Restaurantbesuche sind eine Qual und im schlimmsten Fall trauen sich Menschen mit einer sozialen Phobie kaum noch aus dem Haus und halten dafür eine Ausrede nach der anderen parat.
 
Die Symptome: 
Das Spektrum der sozialen Phobie ist weit reichend. Es beginnt mit der Angst, sich an einer Unterhaltung zwischen Bekannten zu beteiligen. Im Extremfall meidet ein Mensch mit sozialer Angst alle öffentlichen Straßen, Plätze und Lokale. Körperliche Anzeichen: Herzrasen, Schweißausbrüche, Seh- und Wahrnehmungsstörungen.
 
Angst vorm Ersticken

©Thinkstock/ FogStock

Die Angstbewältigung: 
Verschiedene Therapieformen helfen, die soziale Angst zu überwinden. Die so genannte „systematische Desensibilisierung“ hilft dem Patienten mit Entspannungsmethoden, sich auf seine spezielle Angstsituation vorzubereiten. In ruhigem Zustand stellt er sich die Situation vor und probt verschiedene Reaktionen. Im „Konfrontationsverfahren“ stellt sich der Patient der Angstsituation direkt. Bei der Sprechangst z.B. fängt er zunächst von sich aus vor wenigen Leuten ein Gespräch an.
Je extremer die Redeangst ist, umso mehr Stufen hat er zu bewältigen. Zum Schluss ist er in der Lage, eine Rede vor mehreren hundert Leuten zu halten. Der Experte warnt: „Man sollte aber auch nicht vergessen, dass Angst allgemein ein Signal vor Gefahr ist. Deswegen sollte man ein flaues Gefühl im Magen oder Schweißausbrüche nicht sofort überbewerten.“
 
 
 

 


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