Baldrian ist eines der ältesten Hausmittel gegen Schlafstörungen und deshalb arzneilich wirksamer Bestandteil schlaffördernder Tees und pflanzlicher Beruhigungspräparate. Allerdings macht er nicht im klassischen Sinne müde, sondern beruhigt die Nerven und lindert innere Unruhe. Deshalb kann Baldrian tagsüber bei Prüfungsangst oder Panikattacken eine Hilfe sein.
Auch die hübschen rosafarbenen Blüten, die sich zwischen Juni und August zeigen, sind für Tee geeignet. Foto: Thinkstock
Baldrian (Valeriana officinalis L.) bei Nervosität und Ängsten
Die Wirkstoffe von Baldrian sitzen im Wurzelstock, der jedoch erst im zweiten Jahr im September ausgegraben, getrocknet und vermahlen werden kann. Für einen Tee daraus werden zwei Teelöffel Baldrianwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser aufgebrüht, fünf Minuten ziehengelassen und anschließend abgeseiht. Mehrere Tassen schluckweise trinken. Auch die hübschen rosafarbenen Blüten, die sich zwischen Juni und August zeigen, sind für Tee geeignet.
Sie schmecken nicht so herb, wirken allerdings auch schwächer. Während der eigentümliche Geruch von Baldrian Katzen förmlich rasend macht, ist er bei Menschen nicht jedermanns Sache. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, Melisse und Passionsblumenkraut unterzumischen. Wer Baldrian im eigenen Garten haben möchte, kann ihn Ende März aussäen. Achtung, nicht bedecken, denn die Samen sind Lichtkeimer. Er mag es halbschattig auf feucht- und tiefgründigem Humusboden.
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