Auch die Artischocke hat es zur Heilpflanze des Jahres gebracht. 2003 kürte sie der Studienkreis «Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen» am Institut für «Geschichte der Medizin» der Universität Würzburg.

Für den pharmazeutischen Einsatz wird den Blättern das kostbare Gut durch einen Trockenextrakt entzogen und zu Dragees, Kapseln, Tabletten oder Tropfen weiterverarbeitet. Foto: Thinkstock

Artischocke (Cynara scolymus L.) für die Leber
Obwohl bereits die Artischocken-Knospen, als Gemüse verzehrt, jede Menge Vitamine und Mineralstoffe liefern, steckt ihre wahre Heilkraft in den Laubblättern. Deren Inhaltsstoffe regen die Gallensekretion an und wirken so Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen oder Bauchschmerzen entgegen. Außerdem schützen sie die Leber und senken erhöhte Cholesterinspiegel. Für den pharmazeutischen Einsatz wird den Blättern das kostbare Gut durch einen Trockenextrakt entzogen und zu Dragees, Kapseln, Tabletten oder Tropfen weiterverarbeitet. Außerdem kommt der Presssaft aus den frischen Artischockenblättern zum Einsatz.

Im Haushalt bietet sich die Zubereitung eines Artischocken-Tees an. Dazu wird 1 Teelöffel der fein geschnittenen Blätter mit kochendem Wasser übergossen, zehn Minuten stehen gelassen und anschließend durch ein Teesieb gegeben. Eine Tasse sollte dann jeweils vor den Mahlzeiten getrunken werden. Wer die Artischocke im Garten haben möchte, kann sie ab Februar/März selbst auf der Fensterbank aus Samen ziehen beziehungsweise durch Seitensprosse vermehren. Ab Mai kommen die kleinen Pflänzchen raus ins Beet, am besten mit einem Abstand von guten 90 Zentimetern.

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