Nachhaltigleben

«Ich, er oder sie ist sauer!» Jeder kennt den Spruch und seine übertragene Bedeutung zum mit Vorsicht zu genießenden Gemütszustand. Tatsächlich kann das Sauersein der wahre Grund für viele Beschwerden, Zipperlein, Allergien und Krankheiten sein. Der Grund: Fertigprodukte, eine grundlegend falsche Ernährung, aber auch Stress und Umweltgifte belasten den Körper und beeinflussen unseren Säure-Base-Haushalt.

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Fit und gut gelaut mit der richtigen Ernährung. Foto: Thinkstock

Wir sind müde, schlapp, unkonzentriert, leiden an ständigen Kopfschmerzen oder chronischen Erkrankungen – all das kann seine Ursache in einer falschen, übersäuernden Ernährung haben. Der Hintergrund ist, dass unser Körper, genauer Körperflüssigkeiten, bestimmte pH-Werte haben, deren Gleichgewicht aufrechterhalten werden muss. Blut, Magensäure, die Darmschleimhaut – jede Bereich hat einen bestimmten pH-Wert, der sehr unterschiedlich ist und für ein natürliches Gleichgewicht des Säure-Base-Haushalt eingehalten werden muss. Eine gewisse Zeit kann der Körper dies kompensieren. Doch dann kommen die Überlastungssymtome. Selten ist es übrigens Sodbrennen.

Warum wir übersäuern und erste Anzeichen für eine Übersäuerung

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Unsere heutige Ernährung ist geprägt von meist unausgeglichener, ungesunder Ernährung. Fertiggerichte oder die falsche Zusammensetzung wie zu hoher Fleischkonsum, zu viele Getreide- oder ultrahocherhitze Milchprodukte lösen ein Ungleichgewicht im Körper aus.  Der Grund: Wir nehmen zu viele saure Mineralstoffe auf, wodurch ein Gleichgewicht verloren geht. Zu viel oder zu wenig Bewegung, Stress im Alltag, Nikotin und Alkohol tun da noch ihr Übriges.

Ein Beispiel: Unser Körper enthält natürlicherweise und benötigt auch doppelt so viel Calcium wie Phosphor. Dementsprechend sollte der Anteil bei der Nahrungsaufnahme im gleichen Verhältnis stehen. Doch, die schwerpunktmäßige Ernährung mittels Getreide, Fleisch- und Milchprodukten bewirkt genau das Gegenteil. Wir nehmen mehr Phosphor als Calcium auf. Das basische Calcium wiederum muss das saure Phosphor neutralisieren. Unter dem Strich steht die Übersäuerung. Bei anderen Mineralstoffen ist es genauso, ernähren wir uns nicht ausgewogen.

Der Körper kann die saueren Mineralstoffe nicht mehr neutralisieren, Ablagerungen in Form von Schlacken – neutralisierte Säuren - im ganzen Körper sind die Folge. Spröde Haare, fahle, faltige Haut und Dauermüdigkeit, Schlappheit, Unkonzentriertheit oder Allergien können die ersten Anzeichen einer Übersäuerung sein. Selbst die ach so gehasste Cellulitis entsteht durch die Einlagerungen dieser Schlacken im Gewebe. Und im Fall von Phosphor- aber auch Schwefelüberschuss entstehen so beispielsweise Nierensteine.

Moderne Medizin behandelt nur Symptome. Wie Übersäuerung erkennen?

Die Schulmedizin behandelt heute fast ausschließlich Symptome. Kopfweh, Allergien, Rheuma, Rückenbeschwerden, Bluthochdruck – hier werden die Symptome behandelt, nicht aber der Ursprung. Und der liegt nachweislich in der Ernährung. Der beste und einfache Nachweis für eine Übersäuerung wird mit einem Blick auf die Ernährung erbracht. Aber auch ein pH-Test des Urins zeigt deutlich, wie sauer wir sind. Denn Urin hat morgens natürlicherweise einen leicht sauren pH-Wert (zwischen 6,5 und 6,8), mittags wird er mit einem pH-Wert von 7 neutral und abends sollte er leicht basisch sein.

Wie die Übersäuerung natürlich bekämpfen?

Obst und Gemüse, sowie Vollkornprodukte verhindern eine Übersäuerung unseres Körpers. Foto: Thinkstock

Verzicht auf Fertigprodukte

Weniger, Fleisch-, Getreide- und Milchprodukte

Basenreiche Nahrungsmittel sind das beste Gegenmittel bei einer Übersäuerung und wirken selbstverständlich auch vorbeugend. Hierzu zählen: Grünes Gemüse und Salat, Kartoffeln, Pilze, Kürbiskerne, Sprossen, Mandeln und natürlich Kräuter. Gerade die Frühlings- und Wildkräuter sind hier hilfreich, denn sie enthalten die eine Übersäuerung neutralisierenden Mineralstoffe Natrium, Kalium, Calcium, Eisen oder Magnesium.

Auch Senföle (Glucosinolate) wie im Radieschen oder natürliche Farbstoffe vieler Ost- und Gemüsesorten (Flavonide) helfen gegen die Übersäuerung und Entschlackung.

Essen Sie mehr Bitterstoffe wie etwa im Radicchio enthalten. Auch sie helfen gegen die Übersäuerung und fördern die Entschlackung.

Auch eine Kräuterteekur mit Heidelberger`s-Sieben-Kräuter-Pulver kann den Körper nachhaltig entschlacken und die alte Fitness zurückbringen. Erhältlich u. a. bei www.Natursprung-Algen.de.

 

Basische Kost hilft Ihnen Ihren Körper zu entgiften:

- Bunter Kichererbsen-Salat mit Avocado-Dressing

- Gemüse-Risotto

- Cesar Salat

 

Text: Jürgen Rösemeier


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