Was haben Robert Redford, Brad Pitt, Cameron Diaz oder Kylie Minogue, Natalie Portman, Justin Timberlake und Penélope Cruz gemeinsam? Sie engagieren sich für ihre Mitmenschen in der Heimat oder armen Ländern, sammeln Spenden, werden zu Umweltaktivisten und sprechen für jene, die in dem großen Konzert der Weltpolitik oder der Weltwirtschaft keine Stimme haben.
Robert Redford, hier kürzlich beim 69. Filmfestival von Venedig, setzt sich seit 40 Jahren für die Umwelt und den Naturschutz ein. So wie viele Stars, die ihre Prominenz für einen guten Zweck nutzen. (c) 69. Filmfestival von Venedig
Robert Redford ist ein Urgestein in Hollywoods Filmgeschichte. So auch in Umweltschutzbelangen. Der Filmstar, der unter anderem durch seine Rolle in Sundance Kid berühmt wurde, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Welt im Rahmen seiner Möglichkeiten ein klein wenig besser zu machen. Seine damalige Rolle wurde zum Programm. Er kaufte bereits vor 40 Jahren einem Familienclan gleich ein ganzes Tal ab und nannte es Sundance Preserve, was so viel wie Naturschutzgebiet heißt. Dieses Tal versucht er so natürlich wie möglich zu belassen. Nebenbei finden hier junge Künstler eine Heimat. Dass Naturschutz und Urlaubsvergnügen keinen Widerspruch darstellen zeigt die Tatsache, dass Redford auf seinem Grund ein Urlaubsressort errichtete, das mittlerweile mit Preisen überhäuft ist. Unter anderem ist es als das beste Honeymoon-Resort ausgezeichnet.
Orlando Bloom ist konsequent auf Umweltfreundlichkeit eingestellt und baute ein für die USA noch unübliches Öko-Haus, welches Solarenergie nutzt, aus recycelten Baumaterialien besteht oder das Duschwasser als Brauchwasser sammelt. Um auf die globale Erwärmung aufmerksam zu machen, reiste er mit Wissenschaftlern in die Antarktis um auf die Folgen der Klimaerwärmung für die Antarktis aufmerksam zu machen. Die Aktion löste landesweite Berichte in vielen Medien aus und brachte den US-Amerikanern die Problematik näher.
Zudem ist er Mitbegründer der Organisation ‚Global Cool‘, die Menschen lehrt wie sie mit kleinen, einfachen Maßnahmen im Alltag die globale Erwärmung schmälern können.
Auch Brad Pitt macht sich für die Umwelt und seine Mitmenschen stark. Nach dem verheerenden Hurrikan Katrina etablierte er die ‚Make It Right Foundation‘ die den Menschen half ihre Häuser wieder aufzubauen. Dieses Mal als umweltfreundliche Häuser.
Der eine geht in die Antarktis, der andere an den Polarkreis der Arktis, Jake Gyllenhaal. Begleitet von weiteren Persönlichkeiten, unter ihnen die Schauspielerin Salma Hayek, gewann auch er sehr viel Medieninteresse und klärte damit das US-amerikanische Volk über die Folgen des Schmelzens des arktischen Eises auf. Diesen Trip unternahm er im Namen der Organisation ‚Global Green USA‘, die sich unter anderem für mehr Energieeffizienz in Privathäusern einsetzt.
Zusätzlich hat der Schauspieler, der in dem Film ‚Die Großstadt-Helden‘ als 11-jähriger seinen ersten Filmauftritt hatte, 10.000 Dollar in die Hand genommen, um in Mozambik Bäume zu pflanzen. Als Ausgleich für seinen eigenen CO2-Abdruck, den er auf dieser Welt hinterlässt.
Auch Leonardo DiCaprio ist nachhaltig für die Umwelt, den Naturschutz und soziale Belange engagiert. Neben der Tätigkeit für einige Hilfsorganisationen und seinem Engagement für den WWF, hat er bereits 1998 die Leonard DiCaprio Foundation gegründet.
Diese macht sich stark für sozialverträglichen Kaffeeanbau, kämpft gegen die Abschlachtung von Elefanten oder Haien und macht sich für den Schutz von Tigern stark, deren Zahl in hundert Jahren von 100.000 auf nunmehr 3.200 wildlebende Tiere reduzierte.
Daneben hatte er bereits 2009 eine Dokumentation gedreht, ‚11th Hour‘, die auf dramatische Weise die globale Erwärmung schildert.
Leonardo DiCaprio ist sehr engagiert mit seiner Leonardo DiCaprio Foundation: Hier beim Pflanzen von einer Kaffeeplantage für nachhaltigen Kaffeeanbau. (c) Leonardo DiCaprio Foundation
Der Starmusiker Sting schuf bereits 1989 zusammen mit seiner Frau die ‚Rainforest Foundation‘ und setzt sich seit damals für den Schutz des Regenwaldes ein. Mittlerweile hat er in insgesamt 15 Ländern rund 71.000 Quadratmeilen Land geschützt, u. a. in Brasilien, Afrika und Südostasien.
Justin Timberlake hat ein Herz für die Umwelt und ganz besonders für Kinder. Er organisiert unter anderem alljährlich ein Benefizgolf-Turnier, das einem Kinderkrankenhaus zugutekommt. Hierfür wurde er 2011 mit dem ‚Big Help Award‘ des Kindersenders Nickelodeon ausgezeichnet.
Matt Damon hat die Non-Profit-Organisation Water.org ins Leben gerufen, um weltweit Menschen, die kein Wasser haben Zugang zu dem wichtigen Nass zu verschaffen.
Der englische Schauspieler Colin Firth ist ebenfalls in Sachen Regenwaldschutz aktiv. Er setzt sich zusammen mit vielen weiteren Persönlichkeiten wie Hans Zimmer für das wohl bedrohteste Volk dieser Erde ein. Die Awa-Indianer, die am brasilianischen Amazonas leben, haben sich von der Zivilisation zurückgezogen und leben tief im Urwald. Doch der Landraub, Brandrodungen und Abholzungen bedrohen das Volk der Awa immens. Mehr noch, Colin Firth berichtet in einem ergreifenden Video, dass die illegal arbeitenden Holzfäller jeden Awa erschlagen, den sie finden können… Die brasilianische Justiz könnte dies verhindern, hält sich aber zurück. Das folgende Video der ‚Survivalinternational‘-Organisation richtet sich daher mit Vehemenz an den Staat, der das Überleben eines kleinen Volkes sichern könnte:
Text: Jürgen Rösemeier
Foto Focus: Shakira hat ein Herz für soziale Projekte. Foto: UNICEF Artikel

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