Seit August dieses Jahres entsteht in Kamerun ein neues Buschkrankenhaus nach neuesten ökologischen und energetischen Standards. Verantwortlich für dieses Afrika-Projekt ist die Technische Universität München (TU), die auf Grundlage eines Semesterentwurfes dieses Konzept mit Hilfe von Studenten, lokalen Arbeitern und dem Verein „Entwicklungspartnerschaft für Kamerun“ in die Tat umsetzen.
Dr.Neier Konsultation
Die Idee war so idealistisch wie großartig: 14 Architekturstudenten der TU München, Fachgebiet Holzbau, sollten im Rahmen eines Semesterentwurfes von Prof. Hermann Kaufmann mehrere Entwürfe für ein nachhaltiges Buschkrankenhaus entwickeln. Die Zielsetzung war eine einfache, ressourcenschonende und energetische sinnvolle Bauweise. Hierbei lag der Schwerpunkt auf der detaillierten Ausarbeitung des Operationsgebäudes, dass ebenfalls einfach und energetisch sein sollte. Der Siegerentwurf wurde von einer gemischten Jury aus Architekten, Ärzten und Entscheidungsträgern aus Ngaoubela ausgewählt und zu einer baufertigen Planung ausgearbeitet. In freiwilliger Arbeit aus Studenten der TU und lokalen Arbeitern entsteht daraus nun seit August 2012 das Buschkrankenhaus.
Hilfe für die Kleinsten
Das ökologisch vorbildliche Gebäude zeichnet sich unter anderem durch seine hervorragenden raumklimatischen Eigenschaften ohne Kühlenergiebedarf aus. Hierfür wurden vorab die örtlichen Gegebenheiten genau studiert, um schon bei der Auswahl der Baumaterialien im besonderen Maße auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu achten. Für die Stabilität der Gebäude sorgt eine Konstruktion aus Betonsteinen und die gut isolierte Decke besteht aus Lehm, Sand und Stroh. Mittels einer Thermik wird die Luft durch das Dachvolumen geleitet und so trotz der sengenden afrikanischen Hitze für angenehme Temperaturen im Innenraum gesorgt.
Neues Konzept Ökologisch und Nachhaltig
Da das Konzept so energetisch angelegt wurde, ist die Lüftung weitgehend wartungsfrei und ohne besonderen Technikaufwand wurden unter den festverglasten Fenstern Lüftungslamellen angebracht. Alle Leitungen wurden sichtbar verlegt und können so leicht ausgewechselt werden. Ein weiteres Ziel der neuen Baumaßnahmen war die Anhebung des hygienischen Standards auf europäisches Niveau. Gefragt waren dadurch unkonventionelle Lösungen und kreative Denkansätze. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und heraus kam eine ästhetische und nützliche Lösung.
Wie wichtig das Bauprojekt für Kamerun ist, macht seine Lage deutlich. Das „Hospital Protestant Ngaoubela“ steht inmitten einer ländlichen Region und stellt die wichtigste medizinische Versorgung der ganzen Umgebung dar. Da die Patientenzahl steigend ist und das derzeitige Krankenhaus den Ansprüchen nicht mehr gerecht wird, wurde eine Erweiterung dringend notwendig. So entschloss sich der Verein „Entwicklungspartnerschaft für Kamerun“ aus dem österreichischen Vorarlberg, diese Idee zu fördern, um eine schnelle Verbesserung des Zustandes zu erreichen. Das seit mehr als 25 Jahren geführte Krankenhaus von Frau Dr. Elisabeth Neier ist eine Insel der Hoffnung für die ganze Region. Damit die Menschen auch in der Zukunft eine gesundheitliche Rundumversorgung ermöglicht bekommen, freut sich der Verein über jeden Spendenbetrag.
Mehr Informationen dazu: Entwicklungspartnerschaft für Kamerun, 6700 Bludenz, Gartenstraße 10 Infos
Wer helfen möchte bitte hier: Spendenkonto: Vorarlberger Hypothekenbank, Kontonummer. 12 358 535 117, BLZ: 58000, IBAN: AT 335800 0123 5853 5117 SWIFT: HYPVA2B
Bildquelle: Entwicklungspartnerschaft für Kamerun Text: Peter Rensch

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