Schon die Nähe zu duftenden Kräutern betört die Sinne. Zudem sind Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Schnittlauch kaum wegzudenken aus einer schmackhaften Küche mit Pfiff. Wer sich für frische Kräuter entscheidet, kann diese auf kleinstem Raum in einer Kräuterspirale anbauen.

Die Kräuterspirale: Viele würzige Kräuter auf engstem Garten-Raum.

Mit der Kräuterspirale sind frische Kräuter für eine gesunde Küche immer griffbereit. (c) Fotolia

Auch wer keinen riesigen Garten hat, braucht auf einen vielfältigen Kräutergarten nicht zu verzichten. Eine Kräuterspirale passt schon auf die kleinste Fläche. Kleine Modelle im Bausatz benötigen gerade mal 110x90 Zentimeter und sind im Baumarkt oder Internet für etwa 150 Euro zu haben. Diese sind aus langlebigen Zinkdrahtkörben gefertigt. Steine zum Befüllen und Erde müssen extra gekauft werden.  Wer es größer möchte und damit auch mehr Kräuter-Auswahl pflanzen will, der benötigt eine Fläche von etwa drei Quadratmetern. Die Kräuterspirale, auch Kräuterschnecke genannt, ist nicht nur schön anzuschauen. Dank ihrer dreidimensionalen Bauweise beherbergt sie Kräuter mit unterschiedlichen Standortansprüchen und aus verschiedenen Klimazonen ideal. Die Ansprüche an Bodenbeschaffenheit, Licht und Feuchtigkeit sind von Kraut zu Kraut verschieden.

Die Kräuterauswahl

In der Regel benötigen viele Kräuter viel Sonne und wenig Wasser, andere wiederum mögen es feuchter und schattiger. Während mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Lavendel eher trockene, nährstoffarme Böden bevorzugen, benötigen einheimische Pflanzen wie zum Beispiel Pfefferminze, Petersilie oder Schnittlauch feuchte, nährstoffreiche Erde. In einer Kräuterspirale werden die verschiedenen Kräuter spiralförmig von unten nach oben angepflanzt. So gelingt es besonders gut, die unterschiedlichen Vorlieben zu berücksichtigen ohne auf Vielfalt im Kräutergarten zu verzichten. Ideal ist die Nord-Süd-Ausrichtung, um die maximale Sonneneinstrahlung zu nutzen. Aber selbst mediterrane Kräuter vertragen ein paar Stunden Schatten am Tag, sollte diese Idealposition nicht möglich sein. Dann sollte aber noch mehr mit der Wassergabe gehaushaltet werden. Die Sonne verdunstet dann nicht ganz so viel Wasser.

Grundsätzlich sollte die Kräuterspirale an einer möglichst sonnigen Stelle des Gartens entstehen. Planen Sie die Anlage nicht zu knapp, damit sich die Kräuter gut entfalten können. Einige tolerieren aber auch schattigere Standorte. Petersilie, Schnittlauch, Melisse oder Schnittknoblauch gehören hierzu. Sie können daher dort eingeplant werden, wo die Kräuterspirale am wenigsten Sonne einfängt. Was koche ich gerne und welche Gewürzkräuter verwende ich sonst? Trinke ich gerne auch mal einen Kamille- oder Pfefferminztee? Das sollten die Fragen sein, die die Auswahl und Planung der Bepflanzung bestimmen und damit auch die Größe der Kräuterspirale. Pflanzt man beispielsweise Salbei - ein herrlicher Schmetterlingsmagnet -, dann ist ein halber Meter Umfang am passenden Standort schnell erreicht. Ein beherzter Schnitt im Frühjahr kann das Wachstum allerdings sehr gut einschränken. Gleichzeitig bleibt das mediterrane Kraut dann schön kompakt.

Ein paar Tipps für die Kräuter-Auswahl: Minze und auch Estragon neigen stark zum Wuchern und bilden schnell Ausläufer. Diese sollten dann entweder mit einer speziellen Wurzelsperre versehen werden oder in einem Topf in die Kräuterspirale gepflanzt werden. Auch möglich: Einfach einen separaten Topf außerhalb der Spirale mit diesen Kräutern bepflanzen. Am besten Fragen Sie in Ihrem Gartencenter um Rat.

Lieben Sie Basilikum? Sollte viel Platz für eine großzügige Kräuterspirale vorhanden sein, dann testen Sie mal den ein- oder mehrjährigen - je nach Sorte - Strauchbasilikum. Sein Duft und Aroma ist noch viel intensiver, als die üblichen Basilikumsorten und verleiht jedem mediterranen Gericht eine unvergleichliche Note. Doch Achtung bei der Planung: Diese Kräuter-Sorte kann gerne über einen halben Meter hoch werden.

Mögen Sie Kräuter auch in Salaten, machen Sie frische Kräuter-Quarks oder -Dips? Dann sollte die weniger bekannte Pimpinelle nicht fehlen. Denn dieses robuste Kraut sorgt für ein frischwürziges Aroma, soll verdauungsfördernd und blutstillend wirken und sogar die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben. Am besten schaut man sich einfach mal in einer gut sortierten Kräuterabteilung um und lässt auch die Nase entscheiden. Denn es gibt mittlerweile viele Varianten bekannter Kräuter, die dass Essen noch schmackhafter machen. Zitronenthymian ist hierbei nur eine tolle Idee für Lamm oder peppige Pastasoßen.



Newsletter

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann abonnieren Sie doch unseren nachhaltigleben-Newsletter. Jede Woche weitere nützliche Artikel, Tipps und Veranstaltungshinweise

Einen Kommentar schreiben

Name:
E-Mail:
Kommentar:
Sicherheitscode: Sicherheitscode
Bild neu laden


Geben Sie die sichtbaren Zeichen ein
 

nach oben

Kartoni - Kickertisch aus Karton
Es ist wieder Spargelzeit

Endlich
Es ist wieder Spargelzeit

Von Ende April bis zum 24. Juni ist Spargelsaison. Daher bleibt nicht mehr viel Zeit, um das leckere Gemüse frisch zu genießen. Damit Ihnen der Spargel nicht eintönig wird, stellen wir hier für Sie in den kommenden Tagen tolle Rezepte mit Stängelgemüse zusammen. Weiterlesen

unterstützt von

  • Naturenergieplus
  • BUND

 

 

       

in Kooperation mit

  • Umweltbundesamt
  • Deutscher Naturschutzring
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
  • Forum Nachhaltiger Geldanlagen