Das Begehen von Klettersteigen wird immer beliebter, ist jedoch mit einigen Risiken verbunden. Der Deutsche Alpenschutzverein (DAV) hat in Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden im Club Arc Alpin (CAA) Regeln veröffentlicht, die Klettersteiger unbedingt beachten sollten.
Bei gutem Wetter ist das Klettern sicherer ©Thinkstock
Unzureichende Vorbereitung, mangelhafte Ausrüstung und falsches Verhalten Sie die größten Risikofaktoren bei der Benutzung von Klettersteigen. Immer wieder passiert es, dass vor allem Ungeübte in lebensgefährliche Situationen mit Absturzgefahr geraten.
Sicherheitsregel Nummer 1: Sorgfältige Planung
Vor dem Gang ins Gebirge sollten Sie sich umfangreich über Schwierigkeiten, Streckenlänge, Zu- und Abstieg sowie über die Wegverhältnisse und die Wetterprognosen informieren. Touren, die Ihnen zu schwer vorkommen und schwierige Wetterverhältnisse sollten Sie zum Anlass nehmen, den Klettersteig zu meiden.
Sicherheitsregel 2: Schwierigkeit den eigenen Verhältnissen anpassen
Benutzen Sie nur Klettersteige, die Ihren persönlichen Voraussetzungen entsprechen. Zu hoch gewählte Schwierigkeiten können Sie überfordern und in gefährliche Situationen bringen.
Die richtige Ausrüstung und Sicherung ist sehr wichtig auf den gefährlichen Klettersteigen © JupiterimagesSicherheitsregel Nummer 3: Normgerechte Ausrüstung
Eine Klettersteig-Tour ist kein Spaziergang. Klettergurt, Klettersteigset und Helm gehören zur Basisausrüstung. Qualitativ hochwertige Produkte bietet u.a. das Unternehmen Vaude, das zudem noch vorbildlich ist in den Bereichen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Ein Erste-Hilfe-Paket und Mobiltelefon für Notfälle sollten ebenso zur Ausrüstung gehören wie das Wissen um die richtige Handhabung der Ausrüstung.
Sicherheitsregel Nummer 4: Wetter beachten
Lebensgefahr besteht bei Blitz. Feuchtigkeit wie Regen und Nässe sowie Kälte tragen zu einem erhöhten Risiko bei. Verzichten Sie bei diesen Verhältnissen auf die Tour.
Sicherheitsregel Nummer 5: Gesperrte Steige meiden
Durch Steinschlag, Frostsprengungen, Korrosion oder Schneedruck können Schäden an der Steiganlage entstehen. Drahtseile und Verankerungen sollten deshalb kritisch geprüft und gesperrte Steige nicht betreten werden.
Sicherheitsregel Nummer 6: Gegenseitige Kontrolle
Vier Augen sehen mehr als zwei. Prüfen Sie gegenseitig mit Ihrem Steigpartner die Ausrüstung, also Helm, Gurtverschluss, Verbindung von Klettersteigset mit Gurt und Helm.
Zwischen den Fixpunkten darf jeweils nur eine Person unterwegs sein © Pixelio
Sicherheitsregel Nummer 7: Abstände beachten
Zwischen den zwei Fixpunkten darf jeweils nur eine Person unterwegs sein!
Sicherheitsregel Nummer 8: Absprache beim Überholen
Bei Gegenverkehr und beim Überholen verhindern Rücksichtnahme und Kommunikation gefährliche Situationen.
Sicherheitsregel Nummer 9: Steinschlag
Besteigen Sie achtsam den Klettersteig, damit gefährlicher Steinschlag verhindert wird.
Sicherheitsregel Nummer 10: Respekt vor der Natur
Müll nicht unachtsam entsorgen und Lärm vermeiden. Reisen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften an. Das schont Umwelt, Natur und Tierwelt.
Weitere Informationen finden Sie unter beim Alpenverein.
Fotos: Jupiterimages,Thinkstock, Pixelio/Text: Peter Rensch

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Klettersteigen nur mit richtiger Vorbereitung!
Das Begehen von Klettersteigen wird immer beliebter, ist jedoch mit einigen Risiken verbunden. Der Deutsche Alpenschutzverein (DAV) hat in Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden im Club Arc Alpin (CAA) Regeln veröffentlicht, die Klettersteiger unbedingt beachten sollten. Weiterlesen
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