Zum siebten Mal verlieh die Reiners Stiftung zur Förderung von Architektur und Baukunst ihren Architekturpreis, unterstützt von der Deutschen Verlagsanstalt (DVA). Die Stiftung möchte mit der diesjährigen Prämierung den klassischen Gebäudetyp des Begriffes Landhaus kulturhistorisch fördern. Die Initiatoren sind sich einig, dass nachhaltige Architektur im Einklang mit der Natur erstrebenswert ist. Nachhaltigleben.de präsentiert die architektonischen Meisterleistungen.

Zum siebten Mal wurde der Architekturpreis vergeben.

Das Projekt «Vater und Sohn – auch ein architektonischer Generationenwechsel» erhielt einen Sonderpreis. © Pfeiffer Architekten / Fotograf Jens Rötzsch (Berlin)

Refugium, Sommerhaus und Villa stehen für den klassischen Begriff des Landhauses. Der Architekturpreis 2011, «Das Landhaus als architektonisches Juwel für Auftraggeber und Gesellschaft», stellt nicht die Analyse dieses Bautyps in den Vordergrund, ebenso wenig die kunsthistorische Betrachtung und die Stilkunde. Beleuchtet werden soll vielmehr die heutige Aussagekraft des Landhauses, welche Assoziationen wir damit verbinden und welche Potenziale in der baukünstlerischen und kulturellen Botschaft liegen. Aber auch, wo die Faszination dieses Gebäudetyps liegt. Die prämierten Landhäuser zeigen durch ihre Harmonie und Schönheit, dass die ästhetisch-symbiotische Ergänzung von Natur und Architektur möglich ist. Dann, wenn Architektur in Harmonie mit der Umwelt vollzogen wird und nicht zum Störenfried wird, leistet sie einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Entwicklung. Der Architekturpreis will zudem deutlich machen, dass Lebensfreude, Lebensbejahung und Lebensgenuss konform mit der Architektur stehen können. Seit 1998 wird der Architekturpreis der Reiners-Stiftung mit wechselnden Themen vergeben. Seitdem wurden über 3.000 Projekte vom Stifter und Jury begutachtet. 2011 nahmen 265 Architekten teil und reichten an die 400 Arbeiten ein. Teilnehmen können Architekten aus ganz Europa.

Impressionen zum Architekturpreis 2011

Architekturpreis 2011: Landhäuser im Einklang mit der Natur

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  • Michele Arnaboldi erhielt einen Sonderpreis für das Rustico-Atelier. Bild: © Michele Arnaboldi Architetti SA / Fotograf Gaston Wicky (Zürich)

    Michele Arnaboldi erhielt einen Sonderpreis für das Rustico-Atelier. Bild: © Michele Arnaboldi Architetti SA / Fotograf Gaston Wicky (Zürich)

 

Die Preisträger des diesjährigen Architekturpreises, bei dem ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro vergeben wird, lauten:

1. Platz: Markus Wespi Jérome de Meuron Architekten, Caviano (CH), Motto: Große Architektur ist niemals nur der Luxus des Einzelnen.

Den 2. Platz teilen sich zwei Gewinner nämlich Hurst Song Architekten, Zürich (CH) mit dem Motto «Tradition als Stichwort – Innovation als Programm» und Uwe Schröder Architekt, Bonn. Motto: Die Villa als biografische Bekenntnis.

Sonderpreise gingen an:
Michele Arnaboldi, Locarno (CH) für «Rustico-Atelier im Tessin»
Kahlfeldt Architekten, Berlin für «Die Loggia – ein vieldeutiges Bauelement»
Pfeiffer Architekten, Berlin für «Vater und Sohn – auch ein architektonischer Generationenwechsel».

Stifter und Autor

Holger Reiners ist freiberuflicher Planer in Hamburg und Autor zahlreicher Bücher zu den Themen Architektur, Einfamilienhausbau und Wohnen. Er ist Gastdozent an der Architekturfakultät in Kaiserslautern. Seit 1998 stiftet er den Architekturpreis zur Förderung zukunftsorientierter Einfamilienhaus-Architektur mit baukünstlerischem Anspruch. Weitere Infos unter www.reiners-stiftung.de

Buchtipp

Die 33 besten Projekte des Wettbewerbs sind dokumentiert in einer Begleitpublikation, die bei der Deutschen Verlags-Anstalt erscheint.

Holger Reiners
Das Landhaus
33 ausgezeichnete Villen, Sommerhäuser und Refugien
224 Seiten mit 376 Farbabbildungen und 180 Grundrissen
Preis: 69,99 Euro (D), 72 Euro (Österreich), 95 CHF.
ISBN: 978-3-421-03842-5
München

Text: Thomas Werner


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