Bereits zum zweiten Mal hat die Schweizer Holz- und Waldwirtschaft herausragende eidgenössische Holzarchitektur mit dem Prix Lignum ausgezeichnet. Nachhaltigleben.de stellt die preisgekrönten Projekte vor.
Nachhaltiger Paradigmenwechsel in der Architektur-Avantgarde. Wären vor nicht einmal zwanzig Jahren noch vor allem Stahl, Glas und Beton die bestimmenden Baustoffe of Choice gewesen, so besinnt man sich heute immer mehr auf die Vorteile traditioneller natürlicher Materialien. Mit dem Prix Lignum prämiert die Schweizer Holz- und Waldwirtschaft seit 2009 den herausragenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und im Bereich künstlerischer Arbeiten und gibt damit dem wohl ursprünglichsten aller Baustoffe eine Aufsehen erregende Plattform die innovative Formgebung mit ökologischer Kompetenz vermählt. Hier die drei Gewinner der 2012er Edition die aus schweizweit insgesamt 342 eingereichten Projekten ausgewählt wurden:
© prix lignum Grand Resort Bad Ragaz
Bronze ging an das Grand Resort Bad Ragaz im Kanton St. Gallen. Die neu gebaute Therme-Anlage ist ein reiner Holzbau und überzeugte die Jury nicht nur mit ihrem Mix aus opulenter Fassade , lichtdurchflutetem Innenbau und teils surreal anmutender Detailarbeit sondern auch mit ihren technischen Raffinessen. So verblendet ein ungerichtetes Raumgitter aus Stützen und Unterzügen das gesamte im Dachgeschoss verborgene horizontale Tragesystem.
© prix lignum Wohn- und Gewerbehaus Zürich
Silber erhielt ein Wohn- und Gewerbehaus mit 54 Einheiten in der Züricher Innenstadt. Der sechsgeschossige Wohnbau ist komplett aus Holz allerdings verlangte der Brandschutz, die Holzkonstruktion feuerfest einzupacken. Mit der Nutzung von Glasfaserzement für die Fassadenverkleidung erreichten die Architekten eine selbstverständliche Integration in die städtische, von mineralen Fassaden dominierte Umgebung. Die Decken bestehen aus Lignaturelementen mit überdurchschnittlichen Schalldämmwerten während die Böden aus Holzbohlen aus Züricher Wäldern gefertigt sind.

© prix lignum Ralph Hut
Gold bekam das Bären-Waldhaus des Dählhölzli-Tierparks in Bern. Das ganz aus Naturstein und Holz gebaute Haus stimmt mit seiner archaischen Optik die Besucher nicht nur auf die urtümlichen Kräfte der Bären ein sondern verströmt mit klaren Formen und umfangreichen architektonischen Feinarbeiten auch ein hohes Maß an Modernität jenseits der gängigen bauphysikalischen Normen.
Quelle: Prix Lignum Text: Andreas Grüter

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