Hamburg wird ihrem Titel «Europäische Umwelthauptstadt 2011» mehr als gerecht. Mit vielen Aktionen rund um Umweltbewusstsein, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, ökologischem Konsum und anderen Schwerpunktthemen informieren die Hanseaten die breite Öffentlichkeit. Eine der jüngsten Initiativen «Mein Baum – Meine Stadt» sorgt für Begeisterung über die nordischen Stadtmauern hinaus. Nachhaltigleben.de informiert über die gelungene Aktion, die seit Anfang Juli am Laufen ist.

«Mein Baum – Meine Stadt» ist eine der vielen Aktionen der Umwelthauptstadt Hamburg.

«Mein Baum – Meine Stadt» ist eine der Aktionen der Umwelthauptstadt Hamburg. Foto: hamburg.de

Hamburg will noch grüner werden. Und das Vorhaben ist auf einem guten Weg. Anfang August sind mit Hilfe von Spenden bereits 270 neue Bäume gepflanzt worden. Hamburgs Bürger scheinen von der Aktion begeistert, denn die Spendenbereitschaft scheint keine Grenzen zu kennen. Umweltstaatsrat Holger Lange ist erfreut über den Erfolg der Aktion. «Das ist ein toller Start. Die zahlreichen Spender sind ein echtes Vorbild und ich hoffe, dass sich noch viele Hamburgerinnen und Hamburger von diesem Engagement inspirieren lassen. So wird die Idee überall in der Stadt sichtbar.» Die Mitmachaktion funktioniert genial einfach und vielleicht regt sie andere Städte zum Nachmachen an: Unter www.meinbaum-meinestadt.de finden Interessenten eine dynamische Karte von Hamburg. Dort kann der Wunschstandort eines Baumes ausgesucht und der aktuelle Spendenstand für jeden Baum abgerufen werden. Sobald 500 Euro an Spenden für einen Baum summiert sind, gibt der Senat 500 Euro dazu, damit die notwendigen 1.000 Euro für die Pflanzung eines Baumes zusammen sind.

Mit der Aktion «Mein Baum – Meine Stadt» sollen möglichst viele Baumlücken geschlossen werden, die in den letzten Jahren an den Straßenrändern von Hamburg entstanden sind. Der Großteil der fehlenden Bäume wurde vom Senat selbst gepflanzt.

Hamburg wurde von der Europäischen Kommission für ein Jahr zur Umwelthauptstadt Europas ernannt. Der Titel wird von einer unabhängigen Jury aus Vertretern der EU und Umweltorganisationen ermittelt. In dem festgelegten Verfahren werden in mehreren Kategorien Punkte vergeben. Entscheidende Kriterien sind u.a.: aktuell hohe Umweltstandards der Stadt, anspruchsvolle Umwelt- und Entwicklungsziele und das Potenzial der Stadt als Vorbild und Kommunikator auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Hamburg wurde unter 35 Bewerbern ausgewählt und siegte vor Stockholm und Amsterdam.

Die Hanseaten nehmen den Titel mehr als ernst und zünden eine Umweltaktion nach der anderen. Neben vielfältigen Bürgerinformationsveranstaltungen werden etwa 80 Umwelttouren angeboten, auf denen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln die ökologischen Seiten von Hamburg erkundet werden können. Der Umweltwirtschaftsgipfel berät und unterstützt Hamburger Unternehmen, die sich für die Umwelt einsetzen. Dienstleistungen und Innovationen, die die Umwelt schonen und unter fairen Bedingungen produziert werden, sind auf der Messe «goodgoods» präsentiert. Und der Umweltjugendgipfel bietet jungen Menschen ein Forum, um Ideen zu entwickeln und sich mit Experten auszutauschen. Das sind nur einige Beispiele aus dem bunten Blumenstrauß an Ideen, die sich die Hamburger ausgedacht haben und an denen die Bürger mit Begeisterung teilnehmen. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.umwelthauptstadt.hamburg.de.


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