Welche Vorteile hat ein Hausbesitzer von der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage? Und was sollte bei der Planung und der Umsetzung der Photovoltaik-Anlage beachtet werden? Wann ist eine Genehmigung nötig? Diese und weitere Informationen finden Sie hier.
Die Montage der Photovoltaik-Anlage optimal am Neubau oder bei der Dachsanierung. (c) Fotolia.
Die eigene Photovoltaik-Anlage garantiert ein gewisses Maß an Unabhängigkeit bei der Stromversorgung, sind Ausdruck des persönlichen Engagements für eine nachhaltige Ressourcen-Nutzung. Zudem kann sich die Photovoltaik-Anlage durch die Einspeisevergütung schnell refinanzieren und bietet interessante architektonische Gestaltungsmöglichkeiten, die das Gebäude aufwerten.
Photovoltaik-Anlagen können überall in Deutschland auf Dächern gebaut werden. Die mittlere Sonnen-Einstrahlung ergibt zwischen 900 und 1.200 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Im Norden weniger, im sonnigeren Süden mehr. In der Sahara ist die Strahlung übrigens nur etwa 2,5-mal höher als bei uns.
Optimal ist eine gegen Süden gerichtete Dachfläche mit einer Neigung von ungefähr 30°. Der Einfluss der Schräge und der Abweichung von Süden ist jedoch relativ moderat, wie aus der untenstehenden Grafik ersichtlich ist. Selbst mit einer Teilverschattung kommen moderne Photovoltaik-Anlagen sehr gut zurecht. Der Minderertrag eines direkt gegen Westen gerichteten Daches mit einer Neigung von 30° liegt bei etwa 15%. Ebenfalls zu beachten ist, dass wenig Aufbauten wie Kamine, Dachfenster oder -Gauben vorhanden sind.
Die Module der Photovoltaik-Anlage können entweder ins Dach integriert werden und dabei die Dachziegel ersetzen oder sie werden auf das bestehende Dach aufgebaut. Bei der Integration ist auf eine gute Hinterlüftung zu achten, da hohe Zelltemperaturen zu erheblichen Ertragsverlusten führen können. Bei Aufdachanlagen sollte allerdings das Alter der vorhandenen Dachziegel und der allgemeine Zustand des Daches vom Fachmann geprüft werden.
Der Zustand des Daches ist bei der Wahl der mechanischen Befestigung ausschlaggebend. Die Montage einer Photovoltaik-Anlage auf einem Ziegeldach, das in vielleicht fünf Jahren erneuert werden muss, ist nicht sinnvoll. Denn Photovoltaik-Anlagen sind für Jahrzehnte konzipiert. Ist das Dach aber bereits in einem heute schon schlechten Zustand, dann kann das bei einer nachträglichen Neueindeckung des Daches erhebliche Kosten erzeugen. Hingegen bietet eine bevorstehende Dachsanierung die ideale Gelegenheit, eine integrierte Photovoltaik-Anlage zu realisieren, die auch ästhetisch überzeugt. Eine Aufbaulösung kann fast überall erstellt werden. Sie bietet die größte Unabhängigkeit zum bestehenden Dach.
Im Haus selbst muss einerseits der Standort eines benötigten Feldverteilerkastens sowie der des Wechselrichters bestimmt werden. Geeignet sind Räume, die im Sommer nicht zu heiß werden und nicht allzu klein sind, damit die Abwärme des Wechselrichters weggeführt werden kann. Es gibt aber auch spezielle-Outdoor-Wechselrichter, die gegen Regen, Staub und Sonneneinstrahlung bestens geschützt sind. Andererseits muss die Anbindung an das elektrische Netz mit dem örtlichen Elektrizitätswerk abgestimmt werden.
Die Größe einer Photovoltaik-Anlage wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. So kann der Bauherr festlegen, welcher prozentuale Anteil des eigenen Strombedarfs solar gedeckt werden soll. Da die Bundesregierung den Eigenstromanteil fördert, kann die Eigennutzung gegenüber der Einspeisung interessant sein. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sich an den Förderprogrammen zu orientieren. Denn BAFA und KfW, die attraktive Förderungen für Photovoltaik-Anlagen anbieten, haben gewisse Maximalgrößen für ihre Förderung. Die BAFA beispielsweise fördert Photovoltaik-Anlagen bis maximal 40 m² mit 120 Euro pro Quadratmeter. Ab 2012 liegt die Fördersumme für den Quadratmeter allerdings nur noch bei 90 Euro.
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