Wie ein endloser Wasserstrudel, ein Tornado, die Milchstraße oder eine Nautilus-Muschel wirkt die wirbelnde Form des über 9.000 m² großen Aquariums des Kopenhagener 3XN-Architektenteams. Die Formen fließen und schaffen eine Verbindung von Land und Meer, lassen beides ineinander übergehen im Blue Planet genannten Gebäude. 700.000 Besucher werden jährlich in der spektakulären Ausstellung erwartet.
Sitzt die Weltzentrale des Green Climate Fund, der Entwicklungsländer beim Kampf gegen den Klimawandel unterstützt, demnächst in diesem tollen Bonner Gebäude? Foto: © 3XN
„Das Reich von Poseidon und Zeus werden eins“, heißt es in der Beschreibung des 2013 zu eröffnenden Kopenhagener Projektes. Tatsächlich verschwimmen die Standorte des Blue Planet, der teils auf Land, teils ins Meer, den Öresund, gebaut wurde. Natur und Kultur verschmelzen. Das Projekt gilt als das modernste Aquarium Nordeuropas und wird den Zuschauern viel zu bieten haben, ist es nächstes Jahr eröffnet. Der Fokus wird hierbei auf exotischen Meeresbewohnern, aber auch Pflanzen liegen.
Schon am Eingang erkennt der Besucher, dass der Entwurf der 3XN-Architekten den Betrachter zum Teil des Aquariums macht und auf eine Verschmelzung ausgerichtet ist, damit ein einmaliges Erlebnis ermöglicht. Denn bereits hier wird man Teil der mysteriösen Unterwasserwelt, denn die Decke ist gleichzeitig der Boden eines der vielen überdimensionalen Aquarien.
Das Herz ist ein nach allen Seiten geöffneter, runder Raum, in dem die Besucher entscheiden, welche der Unterwasserwelten im Blue Planet sie als Erstes erkunden möchten; die Welt der Ozeane, der Flüsse oder der Seen dieser Welt.
Die sich wie Meeresbuchten ausbreitenden Flügel des Blue Planet können bei Bedarf jederzeit verlängert werden, sollte die Ausstellung des Aquariums weiter wachsen. Und dies, so die 3XN-Architekten, ohne großen Aufwand und ohne den Rest des Aquariums Blue Planet in Kopenhagen zu schließen.
Ein Highlight für all jene, die Kopenhagen mit dem Flugzeug einen Besuch abstatten: Bei An- und Abflug ist die spektakuläre Wirbelkonstruktion des Blue Planet von oben zu betrachten.
Quelle: 3XN-Architekten, Text: Jürgen Rösemeier
Foto: © 3XN
Foto: © 3XN
Foto: © 3XN
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