Ein Tagfalter lässt Hoffnung aufkeimen. Wie englische Forscher soeben berichteten, hat sich der Kleine Schönröschen-Bläuling, ein zierlicher Schmetterling, an den Klimawandel angepasst. Er vergrößerte in Großbritannien sein Verbreitungsgebiet in den vormals kühleren Norden und seine Larven haben sich auf andere Wirts- oder Futterpflanzen eingestellt.

Kleiner Sonnenröschen-Bläuling: Schmetterling trotzt Klimawandel

Ein zierlicher Schmetterling, der Kleine Sonnenröschen-Bläuling, trotzt dem Klimawandel wie Forscher im britischen York herausfanden. Foto: © Thinkstockphotos

Der Kleine Sonnenröschen-Blauling, Aricia agestis, hat seinen Namen aufgrund seiner Spezialisierung auf eine einzige Wirtspflanze – das Gelbe Sonnenröschen – erhalten. Diese zierliche Pflanze wächst nur in einer bestimmten Region Großbritanniens, vorzugsweise an warmen Südhängen. Forscher aus dem britischen York haben nun festgestellt, dass der Schmetterling nun weiter nördlich vorkommt und sogar andere Futterpflanzen akzeptiert. Ein Grund hierfür seien die nachgewiesen höheren Sommertemperaturen. Diese stiegen in den letzten 20 Jahren um fast ein Grad. Davon habe der Tagfalter profitiert und hat sich nun ein größeres Verbreitungsgebiet zugelegt. Zwar gibt es seine Wirtspflanze in den neuen Siedlungsgebieten nicht, doch der Gelbe Sonnenröschen-Bläuling greift für seine Eiablage seit jüngster Zeit auch auf andere Pflanzen zurück. Diese sind längst nicht so selten wie das Gelbe Sonnenröschen.

Das Schöne daran ist nicht nur, dass der Klimawandel auch seine positiven Seiten hat, sondern sich die Population des kleinen, orangegemusterten Schmetterlings merklich vergrößert hat. Das Intelligente daran ist, dass der Aricia agestis sein Nahrungsspektrum erweiterte. Damit zeige die Studie, so die Forscher, dass nicht alle Auswirkungen des Klimawandels negativ sein müssen.

Wie kann man aktiv dem Tierreich helfen? Das ist einfach: Es wirkt sich positiv auf die Bienen-Population aus, wenn sie angelockt werden, die einfach selbstgebaute Trockenmauer sorgt für mehr Artenreichtum und Vögel das ganze Jahr füttern stoppt das Vogelsterben.

Text: Jürgen Rösemeier

 


Das könnte Sie auch interessieren

  • Wild-Bienen anlocken ist nützlich und nachhaltig für jeden Garten

    Wild-Bienen anlocken ist nützlich und nachhaltig für jeden Garten
    Bienen sind eine sehr bedrohte Tierart und gerade Wildbienen gibt es immer weniger. Das Hauptproblem sind unsere Gärten, die aufgeräumt und allzu ordentlich oftmals daherkommen. Die Folge: Rückgang des Artenreichtums und schlechtere Ernten im Garten. Bienen anzulocken ist aber recht einfach. Weiterlesen

  • Wissenschaft dafür: Vögel das ganze Jahr füttern ist nachhaltig

    Wissenschaft dafür: Vögel das ganze Jahr füttern ist nachhaltig
    Was Prof. Peter Berthold vom Max-Planck-Institut für Ornithologie empfiehlt, wissen diejenigen, die es machen auch – Wild-Vögel das ganze Jahr zu füttern ist sinnvoll und zum Arterhalt wichtig. Einer der Hauptgründe sind unsere «aufgeräumten», mit Pestiziden gegen Ungeziefer und Unkraut behandelten Äcker und Gärten. Weiterlesen

  • Wie eine Trockenmauer den Garten bereichert

    Wie eine Trockenmauer den Garten bereichert
    Sie sind selten geworden in unseren aufgeräumten Gärten. Die Rede ist von schuppigen Reptilien und Amphibien wie die Zauneidechse oder der Erdkröte. Ihnen fehlen wärmende Sonnendecks und kühle Verstecke. Ideal hierfür ist eine Trockenmauer. Diese ist nicht nur ideal für die kleinen Gartenfreunde, die auf natürliche Weise den Schneckenbestand dezimieren. Weiterlesen

Newsletter

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann abonnieren Sie doch unseren nachhaltigleben-Newsletter. Jede Woche weitere nützliche Artikel, Tipps und Veranstaltungshinweise

Einen Kommentar schreiben

Name:
E-Mail:
Kommentar:
Sicherheitscode: Sicherheitscode
Bild neu laden


Geben Sie die sichtbaren Zeichen ein
 

nach oben

Paradigma
Es ist wieder Spargelzeit

Endlich
Es ist wieder Spargelzeit

Von Ende April bis zum 24. Juni ist Spargelsaison. Daher bleibt nicht mehr viel Zeit, um das leckere Gemüse frisch zu genießen. Damit Ihnen der Spargel nicht eintönig wird, stellen wir hier für Sie in den kommenden Tagen tolle Rezepte mit Stängelgemüse zusammen. Weiterlesen

unterstützt von

  • Naturenergieplus
  • BUND

 

 

       

in Kooperation mit

  • Umweltbundesamt
  • Deutscher Naturschutzring
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
  • Forum Nachhaltiger Geldanlagen