Blechring, Grünkernfrikadellen und Jutsack als Hochzeitskleid. Das ist nicht das, was man sich unter einer grünen Hochzeit vorstellen muss. Nachhaltig und grün heiraten ist ein Trend aus den USA, der mittlerweile auch bei uns angekommen ist. Mit einer verantwortungsvollen Planung und ein paar wichtigen Eckpunkten, kann das schöne Fest im Leben auch nachhaltig sein.

Schon bei der Auswahl der Hochzeitslocation kann man durchaus nachhaltig planen. Foto: (c) Fotolia
Die Einschaltquoten waren hoch bei den im Fernsehen übertragenen Prunkhochzeiten. Sei es, als Lady Di geheiratet hat oder William und Kate. Doch auch Otto-Normalverbraucher will die Hochzeit zu einem besonderen Event machen. Heiraten unter Palmen oder in einer schicken, außergewöhnlichen Location irgendwo auf dem Land, im überbordenen Rüschenkleid, mit einem tollen Ring und einmal nicht auf die Kosten achten. Und nur auf das reine Vergnügen. So stellen sich die meisten ihre Hochzeit vor. High-Society für einen Tag. Doch meist ist die Hochzeit alles andere als nachhaltig. Es geht aber auch anders. Ohne Spaßverlust.
Heiraten soll Spaß machen und ein toller, unvergesslicher Tag sein. Der kann aber auch nachhaltig sein. Dabei ist die Planung einer nachhaltig gefeierten Hochzeit nicht komplizierter wie eine konventionelle Heirat. Schon bei der Auswahl der Hochzeitslocation kann man durchaus nachhaltig planen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Kutsche für die Fahrt in die Kirche oder auf das Standesamt. Das machen nicht nur gerne die Royals, auch wir können uns einmal in einer Kutsche chauffieren lassen. Das ist umweltfreundlich und außergewöhnlich noch dazu.

Die Blumen sollten bei einer «green Wedding» zur Jahreszeit passen und nicht um die halbe Welt gereist sein. Foto: (c) Fotolia
Natürlich sollte auch die Location bei einer nachhaltigen Hochzeit stimmen. Warum in die Ferne schweifen, wenn eine tolle Räumlichkeit in der Nähe zu finden ist, die noch dazu bei der Wahl der Speisen auf Regionalität und Saisonalität achtet. Spargel, wenn er aus deutschen Landen kommt ist da besser und nachhaltiger, wie Erdbeeren im Winter. Um nur ein Beispiel zu nennen. Auch sollten die Blumen zur Jahreszeit passen und nicht um die halbe Welt gereist sein. Sind es Rosen, so sollten diese auch aus der örtlichen Gärtnerei stammen oder zumindest aus fairem Handel. Nebenbei ist man dadurch sicher, dass keine Pestizide in der Vase stehen.
Auch bei der Wahl der Hochzeitskleidung kann man durchaus nachhaltig agieren. Überteuerte Polyester-Kleider sind out. Stattdessen ist ökologisch und fair produzierte, dabei äußerst schicke, nachhaltige Hochzeits-Kleidung angesagt. Mittlerweile gibt es einige Labels, die nachhaltige, weil umweltfreundliche Hochzeitskleider herstellen. Das Berliner Label Blushless zum Beispiel entwirft sexy, freche aber nachhaltige Hochzeits-Kleider, die richtig toll aussehen. Genauso schön sind Kleider der deutschen Designerinnen Inka Koffke, oder Olca Krafft.
Nachhaltig heiraten ist auch mit der Hochzeitsreise nicht vorbei. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter mit umweltverträglichen, sehr schönen Reiseangeboten. Traverdo oder forum anders reisen sind nur zwei davon. Bei diesen Reiseveranstaltern wird der CO2-Ausstoß kompensiert – mit einem kleinen Obolus Umweltprojekte unterstützt, die den entstandenen Klimaschaden wieder ausgleichen – und wird vor Ort darauf geschaut, dass faire Löhne gezahlt werden und die Umwelt weitestgehend unberührt bleibt.

Eheringe aus aus Gold aus fairem Handel. Foto: (c) Jan Spille SchmuckAtelier/Ecofaire-Trauringe
Die Gewinnung von Gold und dessen Weiterverarbeitung zu dem geliebten Ehering gehört zu den größten Umweltsünden, die die Menschheit tätigt. Denn alleine für die Menge Gold um einen durchschnittlichen Goldring zu fertigen werden 20 Tonnen Erde für Jahrhunderte verseucht. Auch hier gibt es bereits einige Hersteller, die nachhaltigen Schmuck fertigen. Wie toll das aussieht und warum dieser Schmuck die bessere Wahl ist, sehen Sie in unserem Artikel zu nachhaltigem Schmuck und in unserer Produktempfehlung eines nachhaltig produzierenden Goldschmieds aus Hamburg.
Text: Jürgen Rösemeier

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Kommentare
Es muß nicht Blechring etc. sein. Wie wäre es mal mit etwas Spannendem. Goldwaschen am Rhein und dann das gefundene Gold in die Ringe einarbeiten lassen. Wow, das ist edel! INfos sind unter biohochzeit.de zu finden. und noch was, tragt doch das Kleid (Brautkleid) der Mami. Denn alle 20 Jahre ist schick, was früher "in" war. Recycling und super günstig. wir habens ausprobiert! Zimtfee ;-)
Danke für den guten Beitrag! Was noch fehlt zum Thema \"Nachhaltige Hochzeit\" sind Naturkosmetik und Frisur. Tipps dazu gibt es bei uns im Naturfriseursalon Kirsten Kelting in Elmshorn: Tag der Braut am 4. März Viele Grüße vom schönes sein-Team
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