Ist der Herbst nicht schön? Das Laub verfärbt sich, die frische Luft schmeichelt der Haut und die Ernte von allerlei leckerem Obst und Gemüse ist im vollen Gang. Ein vielfach unterschätzter, weiß-grüner Stängel ist auch dabei: Porree oder Lauch. Warum er so gesund ist und selbst mit Apfel eine perfekte Liaison eingeht.
Bildunterschrift
Lauch oder Porree – sein Aroma reicht von mild bis würzig-zwiebelig und ist ein perfekter Begleiter oder Hauptdarsteller in der deutschen Küche. Ist der Sommerlauch nun abgeerntet, kommen jetzt die winterharten Sorten so allmählich in den Handel. Dessen weißen Schäfte werden mit zunehmender Kälte kürzer, da der Lauch nun nicht mehr so schnell wächst. Diese bleiben übrigens weiß, da sie unter der Erde wachsen beziehungsweise die Schäfte angehäufelt werden.
Das etwa seit 3.000 Jahren angebaute Zwiebelgewächs soll sich aus einer wilden Knoblauchform entwickelt haben. Bereits die Klostermedizin der Benediktinermönche hat im Mittelalter dem Lauch eine desinfizierende Wirkung zugeschrieben. Zudem ist Lauch reich an Vitaminen, hervorzuheben ist das Provitamin A für eine bessere Sehfähigkeit, an Inulin, Kalium, Natrium und Phosphor.
Lauch kann auf vielfältige Weise zubereitet und das dunkle Grün sollte zur Zubereitung entfernt werden. Doch, nicht wegwerfen, denn es kann als ideale Grundlage für eine Gemüsebrühe dienen. Lauch ist besonders frisch, wenn die meist abgeschnittenen Blattenden noch nicht welken. Er hält sich gut eine Woche im Gemüsefach des Kühlschrankes und sollte nicht mit Äpfel und Birnen gelagert sein. Deren Ethylenausdünstung schadet der Frische.
Besonders lecker ist Lauch aus dem Ofen. Wie wäre es mal mit einem schnellen Lauch-Gratin? Einfach dünne oder halbierte Lauchstangen in eine Auflaufform geben, 2 gehackte Knoblauchzehen darüber, mit etwas Weißwein angießen und mit gutem Olivenöl beträufeln. Bei 200 Grad 20 Minuten backen, ein paar Mal mit dem Sud beträufeln, gegebenenfalls 1 Mal wenden. Auf dem Teller gehobelten Parmesan und ein paar Esslöffel gehackte Petersilie darüber. Als Hauptgang, Beilage oder Vorspeise geeignet. Noch ein Lauchgericht:
Zutaten für 4 Personen
2 Fenchelknollen
1 Stange Lauch
20 g Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle
150 ml Weißwein
150 ml Brühe
1 Apfel
100 ml Sahne
1 TL rosa Pfefferbeeren
600 g Schweinefilet
3 EL Öl
50 g geraspelter Käse (z.B. Gouda)
30 g gehobelte Haselnusskerne
· Fenchel putzen und waschen, das Grün beiseitelegen und für einen Fonds oder eine Gemüsebrühe aufheben. Fenchel längs vierteln, den Strunk entfernen. Fenchel längs in Spalten oder quer in Scheiben schneiden. Lauch putzen, waschen. 100 g Lauch beiseitelegen, den Rest in Ringe schneiden.
· In einem breiten Topf die Butter erhitzen und den Fenchel darin 5-10 Minuten unter Wenden anbraten. Lauch zugeben, kurz mit anbraten, salzen und pfeffern. Wein zugießen, etwas einkochen lassen. Brühe zugeben, zugedeckt ca. 10 Minuten dünsten.
· Apfel waschen und trocken reiben. Vierteln, Stielansätze und Kerngehäuse herausschneiden. Apfel in Spalten schneiden. Zum Fenchel geben, ohne Deckel weiter 5 Minuten köcheln lassen. Rosa Pfefferbeeren leicht zerdrücken, darüber geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
· Backofengrill vorheizen. Restlichen Lauch in feine Streifen schneiden. In 1 EL heißem Öl ca. 3 Minuten andünsten, Salzen und pfeffern, herausnehmen. Schweinefilet in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und pfeffern. In restlichen 2 EL Öl von jeder Seite ca. 3 Minuten braten. Auf ein Backblech oder in eine feuerfeste Form setzen.
· Lauch, Käse und Nüsse mischen, auf dem Schweinefilet verteilen und unter dem Grill goldbraun überbacken. Mit dem Fenchel-Apfel-Gemüse anrichten. Fenchelgrün hacken und darüber streuen. Dazu passt Kartoffelpüree.
Quelle: Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse, Mein schönes Land
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