Sie schmücken den Garten, den Balkon oder sind eine herrliche Tischdekoration. Doch, Blüten können mehr und bereichern Salate, Suppen und auch Desserts. Manche sehen nur gut aus als Garnierung, andere schmecken herzhaft würzig und viele haben wichtige Inhaltsstoffe, die gesundheitsfördernd sind. Tipps und Tricks.
"Ich ess Blumen...!", sangen einst schon Die Ärzte. Tatsächlich sind Blumen eine tolle Dekoration und schmackhafte, inhaltsreiche Zutat, die so manches Essen nicht nur optisch aufpeppen. (c) Thinkstockphotos
Blüten sind nicht allein zum Schönsein da. Das ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Nicht zuletzt aufgrund der Sterneköche kommt dieser Trend in deutsche Küchen zurück.
Der Schnittlauch blüht und auch der Thymian hat seine rosa Blütenpracht ausgetrieben, kein Problem, denn die Blüten der Kräuter können bedenkenlos verspeist werden. Und, schön drapiert, sehen Blüten in den Speisen auch noch toll aus.
Toll für Salate sind viele Blumen aus dem Garten. Ringelblumen, die gezupften Blätter der Kornblume, die reich an gesunden Bitter- und Gerbstoffen sind, oder die pfeffrig schmeckende Kapuzinerkresse-Blüten sind eine gute Ergänzung und bringen Farbe ins Spiel. Auch die Wilde Malve, deren Geschmack an jenen Kopfsalat erinnert, ist eine schöne Zutat für jeden sommerlichen Salat und der blühende Borretsch liefert mit seinen hellblauen Blüten eine schmackhafte Dekoration.
Blüht der Rosmarin, dann zupfen Sie die Blüten ab und geben diese in eine Panna Cotta. Auch die würzig duftenden Lavendelblüten schmeicheln jedem Dessert und ergeben eine tolle Geschmacksvariation. Auch Holunderblüten sind als Dessert bestens geeignet und in kühleren Lagen noch bis Ende Juni aufzufinden. Sorgsam ausgeschüttelt wegen möglicher Blattläuse, in Teig getaucht und in Fett ausgebacken. Selbstverständlich ist auch die Königin unter den Blüten, die Rose, bestens geeignet als Zutat für Speisen. Doch Achtung: Für letztere wie auch für alle anderen Blüten gilt: Nicht aus dem Blumenladen. Denn diese Blüten sind fast ausnahmslos mit Chemikalien behandelt und nicht als Zutaten für Speisen geeignet.
Junge Zucchini mit Blüten sind blanchiert ein tolle Beilage. Gefüllt, ein besonders attraktiver Leckerbissen. (c) Thinkstockphotos
Für die gefüllten Zucchiniblüten werden kleine Zucchini verwendet, die noch die Blüte an ihrem Ende besitzen. Für 4 Personen sind folgende Zutaten nötig:
12 Zucchini mit Blüten, je 1 Schalotte und Knoblauchzehe, 125 g Langkornreis, 2 EL frisch gehackte Kräuter nach Geschmack (Schnittlauch, Minze, Dill und/oder Basilikum), 2 EL Tomatenmark, eine Prise Kreuzkümmel, 1 TL Paprika, , Salz, Cayennepfeffer, 2 EL Olivenöl, 250 ml Gemüsebrühe, Schnittlauch zum Zubinden, ein paar Blätter Kräuter zum Garnieren.
Zunächst, Stempel, Staubgefäße und grüne Kelchblätter von den Blüten entfernen. Die Blüten in kaltem Wasser schwenken und abtropfen lassen. Die Füllung besteht aus fein geschnittener Schalotte, Knoblauch, Reis, Kräuter, Tomatenmark und den Gewürzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun die Blüten mit der Reismischung füllen und mit kurz blanchierten Schnittlauch zubinden. Die so gefüllten Zucchini mit Blüten nun in eine Pfanne mit Öl legen und mit Gemüsebrühe aufgießen, bis die Zucchini leicht bedeckt sind. Etwa 25 Minuten bei mittlerer Hitze garen.
Rezeptquelle: Mein Mein schöner Garten
Text: Jürgen Rösemeier
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